Willkommen bei Wilfried Maschtera
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Die Diskussionen um dieses Thema veranlassten mich schon vor längerer Zeit zur Verfassung eines Kommentars. In den letzten Wochen gab es wieder zahlreiche Bemerkungen in den Medien und Leserzuschriften, aus denen man schon den Schluss ziehen kann, dass jetzt die Kinderlosen an der finanziellen Misere im Sozialbereich Schuld sind (früher wurde dies einer anderen Bevölkerungsgruppe in die Schuhe geschoben). Ich beschloss daher, dieses Kommentar in leicht veränderter Form als Leserbrief an die OÖ Nachrichten zu senden:

Leserbrief (Text Format)

Der Leserbrief ist am 19. Februar 2005 mit anderem Titel und gekürzt, der vorletzte Absatz fehlt, erschienen.

Es gab Reaktionen per Telefon und per Brief. Noch am gleichen Tag - ich hatte noch gar nicht gewusst, dass der Brief tatsächlich erschienen ist - wurde meine Frau von einer Bäckermeisterin (Wohnort ist mir bekannt) angerufen, die sich für den Brief bedankte.

Der Bürgermeister von Steyregg, Herr Buchner, telefonierte mit mir am 21. 2. 2005. Er war vom Leserbrief sehr angetan, vor allem deswegen, weil seiner (und auch meiner) Meinung nach nicht nur Eltern gegenüber den Kindern, sondern auch die Kinder gegenüber den Eltern Verpflichtungen haben und daher die die finanzielle Last der Sozialleistungen, insbesondere die Altenbetreuung nicht nur auf die Kinderlosen abgwälzt werden kann. Herr Buchner stimmte auch meiner Ansicht über den finanziellen Beitrag der Kinderlosen zum Sozialsystem zu. Auf meine Bitte, unser Gespräch hier zitieren zu düfen, antwortete Herr Buchner (Zitat):

Sehr geehrter Herr Maschtera!
Mir ist die Polarisierung auf Kinderlose zu eng und ich schlage Ihnen daher
etwa eine Formulierung wie folgt vor, die Sie verwenden könnten: ..... und
daher die finanzielle Last der Sozialleistungen, insbesondere der
Altenbetreuung nicht nur auf die öffentliche Hand abgewälzt wird, sondern
auch der "moralische Generationenvertrag" zum Tragen käme.
Die Angriffe auf Kinderlose, für deren Sozialkosten dann wieder die
öffentliche Hand aufzukommen hat, sind insoferne absurd. als der Kinderlose
der öffentlichen Hand lebenslang wesentlich weniger an Kosten verursacht hat
( keine Krabbelstube, keine Kindergärten,keine Schulkosten, keine
Nachmittagsbetreueung usw. ) und somit ein moralisches Anspruchsrecht auf
Übernahme dieser Sozialkosten hat,soweit sie nicht durch Pensionszahlungen
abgedeckt sind.

Ein schriftlicher Beitrag kam von einem Herrn (Anschrift bekannt), der der Meinung ist, dass meine Auf- und Gegenrechnung, wie er es nennt, bedeutungslos ist, weil auf Grund der Bevökerungsentwicklung unser System aus dem Gleichgewicht kommt. Wenn der Verfasser dieses Schreibens zustimmt, werde ich seinen Brief und meine Antwort hier anführen.

Tragwein, 28. 2. 2005
Letzte Änderung: 5. 7. 2005

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