Intelligente Stromzähler
Intelligente Stromzähler
Bei der Vorstellung dieser neuen Stromzähler und Diensten hat
DI. Heizinger die Begleiterscheinungen nicht angeführt:
Die Daten müssen in kurzen Abständen ausgelesen werden. Lt. Kundenmagazin
der LinzAG, am punkt,
Heft 02/07, auf Seite 9, wird dies alle 15 Minuten
erfolgen. Die Daten können natürlich nicht anonymisiert werden.
Aufgrund des kurzen Intervalls entsteht ein Verhaltensprofil jedes Haushalts,
das durchaus die Begehrlichkeit von Politik, Behörden und vor
allem Unternehmen wecken wird. Versicherungen, dass nichts "passieren" wird,
kann man grundsätzlich nicht vertrauen. Obwohl die Daten nicht einer
Person, sondern "nur" einem Haushalt zugeordnet werden können, ist
festzustellen, ob diese
Datensammlung nicht dem Datenschutzgesetz widerspricht.
Das Auslesen
wird wahrscheinlich mit der umstrittenen und bedenklichen Technik Powerline
erfolgen, aus ökonomischen Gründen ist zu bezweifeln, dass Powerline beim
Stromzähler endet.
Es wird möglich sein, den Strompreis auf Tagesebene variabel zu gestalten, z.
B. abhängig von der Netzlast. Ausweichen auf Intervalle mit niedrigen Preis
wird oft nicht möglich sein und auch nichts nützen. Weichen viele aus, wird
der Strompreis mitwandern.
Die Abrechnung kann (und wird) monatlich erfolgen. Die Akontozahlung per
Dauerauftrag fällt weg. Wer keine Einzugsermächtigung gibt, wird eine
hohe Bearbeitunsgebühr bezahlen müssen.
Um die Stromproduktion und deren Ausbau besser an das Verbraucherverhalten anpassen
zu können, ist keine Vollerhebeung notwendig, es genügen
Stichproben mit anonymisierten Daten von Freiwilligen. Die Anzeige des Stromverbrauchs kann am
Gerät bzw. am Haus-PC erfolgen, ein Transfer zur LinzAG und die Bereitstellung über das Web
ist nicht erforderlich. Wer die anderen Dienste will, kann sie kaufen.
(C) Wilfried Maschtera
4284 Tragwein, Fraundorf 2
erstellt am: 25. 1. 2009
Geändert am:
Zum Artikel "Gas, Strom, Wärme: Nutzung nun mit intelligentem Zähler", OÖN,
24. Jänner 2009