Elektrofahrräder und Tourismus


Der einschlägige Artikel in der Ausgabe KW 21 zeigt wieder, dass Elektrofahrräder primär eine Freizeiteinrichtung sind und auch entsprechend beworben werden. Fahrten mit diesem Gerät ersetzen bestenfalls Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, aber kaum die Nutzung von Auto, Motorrad etc..

Sie belasten also die Umwelt nicht nur bei der Herstellung, sondern auch beim Gebrauch und sind daher klimaschädigend, ihre Gesamtenergiebilanz ist negativ. Dies gilt auch dann, wenn, wie immer behauptet, die dafür benötigte Energie aus Fotovoltaikanlagen stammt, weil man mit dieser Sonnenenergie fossile Brennstoffe, die z. B. für Heizung verwendet werden, ersetzen könnte. Es ist daher besonders penetrant, dass jetzt auf Kosten der Allgemeinheit den Benützern von Elektrofahrrädern Strom zum Nulltarif angeboten wird (Das wird sich, wie bei den Gehaltskonten, wahrscheinlich ändern, sobald die kritische Masse an Elektrofahrrädern erreicht wurde. Im Prinzip ist eigentlich jeder berechtigt, die Akkus seiner Geräte (Laptops, Mobiltelefon etc.) auch bei diesen Stationen aufzuladen).

Es geht - nicht nur bei den Elektrofahrrädern - gar nicht mehr um das Klima, sondern nur noch um den Umsatz. Es wird unter dem Titel "Klimaschutz" viel verschwiegen oder gar gelogen.



(C) Wilfried Maschtera
4284 Tragwein, Fraundorf 2

erstellt am: 24.05.2012
Geändert am:

Leserbrief zu den Artikeln
Mit dem E-Bike zur Landesausstellung radeln, Tips, 23. 5. 2012, KW 21, S 2
Mit dem E-Bike bequem (!) durchs Mühlviertel, Rundschau, 24./25. 5. 2012, KW 21, S 17