EARN/BITNET - Chronologie
Allgemeines:
BITNET (Because Its Time Network) 1981 -> Standleitung zwischen den Unis Cuny und Yale
IBM-Technik, VM mit RSCS
3 Regeln:
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jede Uni kann eine Mietleitung zu einem existierenden BITNET-Knoten
installieren
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jede Uni erlaubt einer anderen Uni eine Mietleitung zu ihrem Knoten
zu installieren
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jede Uni erlaubt Durchgangsverkehr ohne Gebühr und Restriktionen
EARN (European Academic and Research Network)
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Feb. 1984: Deutschland, Großbritannien, Italien, Schweiz, Israel
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Dez. 84: Frankreich, Spanien
National:
Mitte 1984 Kontakte mit IBM, der österreichische Knoten AEARN wird an der JKU
auf einer Anlage IBM 4331 errichtet.
19. Juli 1985:
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Eine 9,6-Kbps-Leitung nach Darmstadt wird in Betrieb genommen, Kosten
werden bis Ende 1987 von IBM übernommen
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Wirtschaftsuni und IMC angeschlossen, Betreiber von DEC-Systemen scheuten
Investition in Emualtionssoftware, weil DEC UNA sponserte und erwartet wurde,
dass DEC ebenfalls ein internationales Netzwerk errichtet (DEC hat sich aber
dann in EARN engagiert), über Gateways dann Anschluss aller Unis konzeptiert
(Anlage 4 des Konzepts EARN und Internet für Osteuropa).
1987:
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Deutsche Post führt mengenabhängige Tarife ein, seit April 1988
9,6-Kbps-Leitung zur CERN
Herbst 1989:
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BMWF genehmigt 64-Kbps-Leitung, erst ein Jahr später im Betrieb!
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Schreiben an Unterrichtsministerium, Landesschulrat, WKOÖ mit
Informationen über das Netzwerk inkl. der Möglichkeit, dass
Schulen und auch Forschungseinrichtunge von Firmen teilnehmen können.
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Die Teilnahme von Schulen wurden im EARN Board of Directors von der
JKU stark vertreten und praktisch unterstützt. Es gelang, die HTL
Leonding an das Netzwerk anzuschließen (wann?)
Juli 1991:
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Ausarbeitung eines Konzepts "EARN und Internet für Osteuropa",
gedacht als Antragsunterlage für das BMWF (siehe auch International)
Okt. 1992:
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AEARN auf Anordnung des BMWFs nach Wien transferiert (siehe unten, International)
International:
ab Mai 1989:
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Ziel: Mehrfachnutzung der Leitungen,
EARN mit OSI, BITNET mit TCP/IP
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Teilnahme an der Umstellung of NJE over OSI, bzw. reines OSI
Nov. 1990:
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EARN II, alle gängigen Protokolle können verwendet werden, um NJE zu
transportieren, begünstigte TCP/IP
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Bildung von Regionen mit Core-Sites, darunter JKU für Zentraleuropa
Kooperationspartner in den USA: Uni of Georgia, Athens, logische
Verbindung bzw. physik. Verbindung soll geschaffen werden
Internationale Verbindungen (Stand Juli 1991):
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Jugoslavien (seit 23. 2. 1989)
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CSFR (seit 11. 10. 1990, seit 19. 9. 1991 auch IP für Internetzugang!)
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Ungarn (seit 12. 10. 1990, seit 17. 10. 1991 auch IP für
Internetzugang!)
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Bulgarien (Aufbau einer X.25 Verbindung in Vorbereitung und
auch noch in Linz in Betrieb genommen)
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Rumänien (in Vorbereitung)
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Iran (in Vorbereitung)
Feb. 1992:
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64-Kbps-Leitung nach Budapest bestellt, Post konnte Leitung nur
bis Wien aber nicht nach Linz herstellen (!) und daher wegen
AEARN-Transfers am 22. 12. 1992 gekündigt. Die Leitung ging
dann zur Uni Wien,
2. März. 1993:
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alte Leitung nach Budapest gekündigt
Anfang Juni 1992:
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Leitung nach Jugoslawien musste auf Anweisung von MR.
Axmann, BMWF, eingestellt
werden. Das dies sogar im Widerspruch zum UNO Embargo stand,
erfuhren wir zu spät.
Sept. 1992:
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64-Kbps-Leitung nach Prag, alte Leitung am 15. 9. gekündigt
in der 2. Hälfte 1993 64-Kbps-Leitung von Linz nach Wien verlegt.
CZ hat gegen die Verlegung von AEARN nach Wien schriftlich
beim BMWF protestiert.
18. 1. 1993:
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Leitung nach Genf gekündigt, war durch eine
128-Kbps-Leitung nach Amsterdam ersetzt worden, über die
nur mehr der Internetverkehr einiger österreichischen Unis ging
(Salzburg, Mozarteum, Uni Innsbruck, ?).
4. 10. 1993:
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schriftliche Anweisung des BMWF die Leitung zu kündigen, sie
wird nach Wien transferiert. Das war das Ende der
internationalen Netzwerktätigkeit der JKU.
Daten:
35 Vollmitglieder:
Europa ohne Albanien, Nordafrika ohne Lybien,
Israel, Jordaniene, Syrien, Iran
BR
2 assoziierte Mitglieder:
Indien, Pakistan
500 Institutionen, 800 Computersysteme, täglich ca. 80.000
Benützer von rund 500.000 potentiellen
Dienste:
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File xfer
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Electronic Mail
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Interactive Messages
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Mailing Lists (LISTSERV)
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Automatic File Distribution
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Data Base Server
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Directory Service
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FTP
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Netzverwaltung
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Conference System
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etc.
Systeme:
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primär IBM (RSCS, NJE, BSC, SNA)
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Emulationen für Unix (Urep, Fujinje) und DEC/VMS (JNET)
Organisation und Personal:
Die oben angeführten nationalen und internationalen Aktivitäten erfolgten im Zentralen
Informatikdienst (jetzt Information Management)
der Johannes Kepler Universität unter der Leitung des Wissenschaftlichen Leiters, Dr. Wilfried
Maschtera, und einiger seiner
Mitarbeiter.
Bis Juli 1992 war Dr. Maschtera geschäftsführender Vertreter Österreichs im EARN Board of Directors.
Aus dem Team entstand
1994 die Abteilung für Kommunikation und Netzwerke, die
weiterhin national (ACONET) und international (
http://members.aon.at/maschtera/projekte/index.html)
tätig war.