Breitbandinitiative
Der unten angeführte Text sollte als Leserbrief in den OÖ. Nachrichten erscheinen, wurde aber ohne Angabe
von Gründen nicht veröffentlicht.
In OOe. haben Wirtschaftstreibende und Politiker nun doch gemerkt, dass
die IT-Infrastruktur besonders im ländlichen Raum unter jeder Kritik ist.
Eine Breitbandoffensive ist geplant. In den Wirtschaftskammernachrichten
vom 28. 11. 2003 wird jedes Produkt, das 256 Kbps und mehr bietet, als
Breitband bezeichnet. Breitband war schon vor 15 Jahren trotz horrender
Preise zumindest 2 Mbps. Die Offensive wird also Haushalte und Betriebe
mit Anschlüssen versorgen, die eigentlich schon seit längerem
flächendeckend zur Verfügung stehen sollten und ist keinesfalls eine
Breitbandoffensive.
Auch LH Pühringer hat sich vor der Wahl zu diesem Thema geäussert und OÖ.
gleich mit Südkorea auf eine Stufe gestellt. Dort beginnt man allerdings
bereits mit einem Projekt, das die allgemeine Versorgung mit 20 Mbps
Anschlüssen zum Ziel hat!
Die Offensive ist notwendig, gleichzeitig muss aber eine echte
Breitbandoffensive gestartet werden. OÖ. ist trotz der geplanten Offensive
eher auf dem Weg zu einem IT-Entwicklungsland als zu einem IT-Hochland.
Es sind auch die darüber liegenden Strukturen auszubauen. Bereits
vor zehn Jahren hat ein Team des Zentralen Informatikdienstes der
Universität Linz ein Konzept für eine derartige Struktur vorgelegt, das dann
aus politischen und wirtscahftlichen Gründen so verwässert wurde, dass
lediglich eine OÖ. Datenhighway Entwicklungsgesellschaft entstand, die
schon lange wieder verschwunden ist. Solche Konzepte werden aber jetzt,
angepasst an die technische Entwicklung, in den hochentwickelten Ländern
realisiert.
Prinzipiell hat sich die Einstellung von Politik und Wirtschaft zur
IT-Infrastruktur in den vergangenen 10 Jahren nur wenig geändert.
Infrastrukturausbau bedeutet immer noch: Ausbau der Straßen, ein
"bisserl" Schiene und ein paar IT-Wegerl.
(C) Wilfried Maschtera
4284 Tragwein, Fraundorf 2
erstellt am: im Dez. 2003
Geändert am: