62 Millionen Tote
wird eine Grippeepidemie zur Folge haben, wird in der Kronenzeitung vom 23. 3. 2006
berichtet. Eine Katastrophe, wie es scheint, aber betrachten wir die Angelegenheit
sachlich und nicht emotionell.
Die Sterberate in Österreich war 2005 unter 1 %. Der Weltdurchschnitt liegt sicher
höher. Die Weltbevölkerung beträgt einiges mehr als 6 Milliarden. Das bedeutet, dass
jährlich auch ohne Epidemie mehr als 60 Millionen Menschen sterben. Sehr viele davon sind alt, durch Hunger oder
Krankheiten geschwächt und würden auch ohne Grippewelle sterben. Andere sind vielleicht
auch schon beeinträchtigt, würden aber ohne Epidemie noch einige wenige Jahre leben.
.
Die Auswirkungen einer Grippewelle können daher nicht durch ausschließliche Analyse
des Zeitraums, in dem die Epidemie wirkte, erfasst werden, es müssen einige Folgejahre
miteinbezogen werden. Man wird dann feststellen, dass die Grippewelle an sich viel
weniger Tote zur Folge hatte, als prognostiziert. Da es sich bei den Grippetoten um
Menschen handeln wird, die nicht oder nicht mehr im Fortpflanzungsprozess stehen, wird
die Grippewelle das Bevölkerungswachstum kaum beeinträchtigen.
Auch wenn die obigen Annahmen nicht zutreffen sollten und es tatsächlich zusätzlich
62 Millionen Tote geben sollte: so hart es klingen mag, es handelt sich nicht einmal
um 1 % der Weltbevölkerung, für die aber die Annahmen bezüglich Fortpflanzungsprozeß
und somit Auswirkungen auf das Bevölkerungswachstum gelten. So gesehen, also keine
Katastrophe.
(C) Wilfried Maschtera
Tragwein, Fraundorf 2
erstellt am: 26. 12. 2006
Geändert am: